Haushaltsrede aus der Gemeinderatssitzung vom 26. Februar 2026

Veröffentlicht am 25.04.2026 in Gemeinderatsfraktion

Meine sehr geehrten Damen und Herren, 

sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Gemeinderatsmitglieder.

Es liegt uns mit dem Haushaltsplan 2026 wieder einmal ein positives Zahlenwerk vor.

Sehen sie mir es nach, wenn ich die ein oder andere Zahl in meinen Ausführungen wiederholen werde.

Wir können unsere Abschreibungen erwirtschaften und vieles an Investitionen tätigen. Da wären:

  • Das alte Schulhaus in der Beindstrasse
  • Unsere Gemeindestrassen
  • Unser Friedhof
  • Die Geh- und Radwege im Ort
  • Im Abwasser- und Wasserbereich
  • Im Ortskern (hier das Vorhaben Badischer Hof)
  • In den Badesee (hier am Bereich Minigolf)
  • Und in unsere Schulen

Dies alles können wir leisten und trotzdem ein positives ordentliches Ergebnis von ca. 73 T€ und einem geplanten Gesamtergebnis von ca. 2 Mio. € zu erwirtschaften. Ich möchte nicht schwarzmalen, aber ab dem Jahr 2027 wird sich dies in den negativen Bereich umkehren. Trotz alle dem werden wir auch in den kommenden Jahren Investitionen ohne Kredite tätigen können. Warum dies? Weil wir die letzten Jahre gut gewirtschaftet haben und ausreichend liquide Mittel angesammelt haben. Unser Guthaben wird sich wohl bis Ende 2029 auf 3 Mio. €, von derzeit 11 Mio. €, vermindern. Ich würde mal sagen, schaun ma mal. Wir haben es zum Teil auch in den eigenen Händen hier gegenzusteuern. Anzumerken ist auch, dass die Gemeinde Heddesheim in der Lage ist einen Kredit von 666 T€ ablösen zu können, aus dem Grund das die Zinsbindung von 0% ausläuft und wir zukünftig Zinsen zahlen müssten. Eine gute Entscheidung.

Unser positives Ergebnis ist auch möglich, obwohl wir ca. 
5,9 Mio. € in unsere Kindergärten und ca. 2,5 Mio. € in unsere Schulen investieren. Darüber hinaus noch ca. 0,9 Mio. € in sonstige Kinder- und Jugendpflege.

Diese Ausgaben sind äußert wichtig, da hier in unsere Zukunft, unsere Kinder, investiert wird. Diese Ausgaben sind bindungspolitische Verpflichtungen unserer Gemeinde. 

Das mannigfaltige Angebot in diesem Bereich macht uns aber eben auch attraktiv für junge Familien.

Man muss ehrlicherweise aber auch sagen, dass hier Zuweisungen des Landes dem gegenüber stehen. 

Allerdings wäre ein Schritt in die richtige Richtung bspw. die KITA-Gebühren in Baden-Württemberg abzuschaffen, um die Menschen in unserem Land finanziell zu entlasten. Das kann am 08.03.2026 auf den Weg gebracht werden, wenn die richtige Regierung gewählt wird.

Nicht nur Eltern, auch Kommunen würden durch den Verzicht von KITA-Gebühren auf die Bearbeitung von Anträgen entlastet. Außerdem bleiben gegenwärtig gut ausgebildete Frauen dem Arbeitsmarkt fern, weil ihr Teilzeitgehalt durch die Gebühren aufgebraucht werde.

Unsere vorgenannten Investitionen ziehen auch nach sich, dass sich die Abschreibungen erhöhen werden. Auch das wird uns in der Zukunft mehr belasten. Wer allerdings nicht investiert, bleibt auf der Stelle stehen, und das bedeutet Rückschritt.

Auch möchten wir an der Stelle zwei Einrichtungen herausstellen. Das wäre unser Badesee und unser Hallenbad. Für beide Einrichtungen wenden wir in Summe etwa 

1,4 Mio. € auf, und zwar dafür um unserer Bürgerschaft für ihre Freizeit und ihre Gesundheit attraktive Angebote zu machen. Selbstverständlich werden beide Einrichtungen nicht nur von Heddesheimern und Heddesheimerinnen genutzt, auch findet das Hallenbad und der Badesee in den umliegenden Gemeinden einen hohen Zuspruch.

Auch nicht unerwähnt bleiben darf, unsere Eisbahn. Diese ist ebenfalls eine wichtige Freizeiteinrichtung und trägt zur Attraktivität Heddesheims bei. Wenn diese auch ein großer Zuschussbetrieb ist, hat sich der Gemeinderat dazu entschlossen den Fortbestand zu bewahren. Wir haben in jüngster Vergangenheit in die Technik der Eisbahn investiert, nun ist es über kurz oder lang notwendig in die Infrastruktur zu investieren.

In der aktuellen finanziellen Situation der Kommunen in Baden-Württemberg können wir wirklich sehr froh sein, dass wir investieren können und vor allem, dass wir alle unsere Einrichtungen weiter betreiben können. Dass wir weder heute noch voraussichtlich mittelfristig diese schließen müssen, ist alles andere als selbstverständlich.
Vor diesem Hintergrund ist das, was wir hier vor Ort in Heddesheim leisten und aufrechterhalten können keineswegs selbstverständlich, sondern Ausdruck solider Arbeit, verantwortungsvoller Finanzpolitik und klarer Prioritätensetzung in Gemeinderat und Verwaltung. 

Die Kosten, die Heddesheim hier trägt, ist aus unserer Sicht als gesellschaftliche Verpflichtung zu betrachten, zu der wir stehen.

Wieder einmal ist auch in 2026 eine Personalkostensteigerung von mehr als 275 T€ im Gesamtfinanzhaushalt eingearbeitet.

Dieses geplante gute Jahresergebnis gründet sich auf mehreren Säulen. Die da wären, die Gewerbesteuer, die Gemeindeanteile an der Einkommensteuer und die Schlüsselzuweisungen. Die Gewerbesteuer hat sich über die letzten Jahre bei über 5 Mio. € pro Jahr in der Prognose manifestiert. Im IST, ist sie noch über diesem Wert. Im uns vorliegenden Haushaltsplan sind es sogar 6 Mio. € im Ansatz. 

Leider werden sich diese guten Ergebnisse in der Zukunft negativ bemerkbar machen. Dies ist leider finanztechnisch so.

In Summe stehen im Ansatz der Steuern und Abgaben in 2026 ca. 1,4 Mio. € gegenüber dem Ansatz des Jahres 2025. Dem gegenüber stehen allerdings auch etwa 2,2 Mio. € mehr bei den ordentlichen Aufwendungen, in 2026 zu 2025.

Die anfangs genannten Investitionen der Gemeinde belaufen sich auch in 2026 auf fast 7,5 Mio.€.  Größere Posten sind die Sanierung Ortskern III, Kanalerneuerungen bzw. Baumaßnahmen und der Umbau Altes Schulhaus zu Schulzwecken. Dies alles können wir stemmen. Darüber hinaus sind auch die Unterhaltungsleistungen für unsere gemeindlichen Einrichtungen sehr wichtig.

Abschließend ist zu sagen, dass durch ein solides Wirtschaften und eine gute Haushaltsführung der Gemeinde in den vergangenen Jahren, sich die finanzielle Situation in Heddesheim noch immer in einem guten Licht darstellt.

Der Haushalt Heddesheims lässt sich als sehr gut bezeichnen. Im Besonderen im Vergleich zu den Umlandgemeinden und angesichts von Haushaltssperren in größeren Städten.

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit möchte ich zum Abschluss meiner Ausführungen zum Haushaltsplan 2026, Ihnen Herr Bürgermeister, 

allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung,

im Besonderen der Kämmerei, 
für die Erstellung des Haushaltsplans 2026 danken. Auch dieses Jahr ergeht ein ausdrücklicher Dank an die Beschäftigten in den Außenstellen für die geleistete Arbeit im 

Namen der SPD Gemeinderatsfraktion.

Namens der SPD Gemeinderatsfraktion stimme ich der Haushaltssatzung mit allen Anlagen und der Finanzplanung 2026 – 2029 zu.

Wir stimmen auch dem Beschlussantrag für den Wirtschaftsplan 2026 zu TOP 5, Eigenbetrieb Wasserversorgung, zu.

Jürgen Merx 

SPD-Fraktionsvorsitzender

 

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